Training hier, Training da...

Rennstrecke, Gelände, Auto, Motorrad, usw. alles in der Richtung wo ihr selber Teilgenommen habt und von berichten wollt.
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motolupo
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Training hier, Training da...

#1 Ungelesener Beitrag von motolupo »

Trotz Führerschein seit 1973 habe ich erst 2016 mein erstes eigenes Motorrad gekauft. Ich habe dann diverse Trainings absolviert: Wiedereinsteigertraining, Sicherheitstraining, Dingsbumstraining... Ich habe jedesmal etwas dabei gelernt. Ein flottes Kurventraining auf dem Fahrsicherheitszentrum Baden Airpark hat mich dann auf den Geschmack gebracht, auf einer Rennstrecke Rumzudüsen. Seitdem mache ich das jedes Jahr ein paar Mal, meist auf dem Anneau du Rhin, der nur ein paar Kilometer von mir im Elsass liegt, oder in Chenevières.

Was treibt mich nun dazu, Reifen zu ruinieren und das übrige menschliche und Maschinenmaterial zu Strapazieren und Quälen? Ich profitiere davon, meine Grenzen was Schräglage und Geschwindigkeit betrifft verhältnismäßig sicher, also ohne Leitplanken, Gegenverkehr, ungünstigen Straßenverhältnissen usw., auszuloten. Das gibt mir im Alltag auf der Straße mehr Sicherheit und Selbstvertrauen.

Außerdem macht es natürlich höllisch Spaß, einfach mal unbehelligt von Tempolimits und Radarfallen hemmungslos Gas zu Geben. :D

Ganz ohne Zwischenfälle geht das natürlich nicht immer ab. Mit meiner BMW R 1200 R hatte ich schon mal einen Rutscher, der für Bike und mich ohne größere Schäden ausging. Und vor ein paar Wochen bin ich mit der KTM 890 Duke R im Kiesbett gelandet. Ich war am Ausgang der letzten Kurve einfach ein wenig zu jugendlich am Gas. Jetzt müssen halt ein paar Teile am Moped erneuert werden, nichts Größeres. Und ich hab wieder was dazugelernt. ;)

Trotz Allem: Ich denke, jeder, der Motorrad fährt, egal welches, sollte sowas hin und wieder machen, es resultiert immer ein Sicherheitsplus, außer, wenn man eh schon auf Moto GP-Niveau fährt. Also, wer's noch nicht getan hat: Trau Dich, es macht vor Allem auch Spaß. :D

Wolfgang




Campen und Motorradfahren  :-)
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networker
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Re: Training hier, Training da...

#2 Ungelesener Beitrag von networker »

Moin Motolupo,

Ja - das mit dem Lernen ist schon eine tolle Sache.

Und auch die Vorher/Nachher Bilder :Trost:

Wie hat sich Dein jugendlicher Enthusiasmus denn auf Dein Portmonee ausgewirkt?? :kno:

sushi
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Re: Training hier, Training da...

#3 Ungelesener Beitrag von sushi »

motolupo hat geschrieben: Dienstag 20. September 2022, 20:56 Trotz Allem: Ich denke, jeder, der Motorrad fährt, egal welches, sollte sowas hin und wieder machen, es resultiert immer ein Sicherheitsplus, außer, wenn man eh schon auf Moto GP-Niveau fährt. Also, wer's noch nicht getan hat: Trau Dich, es macht vor Allem auch Spaß. :D
Hallo

Viel Spass bei deinem teuren Hobby auf der Rennstrecke. :L

Bei meinem ersten leichten Sturz im Gelände habe ich beschlossen dass mir und dem Mopped sowas nicht gut tut, seither versuche ich ohne Stürze zu fahren.
Gelingt recht gut. ;)

Bin um jeden froh der sich auf der Rennstrecke und nicht auf der öffentlichen Strasse austobt, aber ich wüsste nicht was es dort zu lernen gäbe für eine sichere Fahrt auf der Strasse.
Normale Sicherheitstrainings soll machen wer will, sicher Moppedfahren ist nicht so schwer das könnte eigentlich jeder nur viele glauben sie seien auf der Rennstrecke wenn sie im öffentlichen Verkehr in den Bergen unterwegs sind.

gruss sushi
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motolupo
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Re: Training hier, Training da...

#4 Ungelesener Beitrag von motolupo »

sushi hat geschrieben: Mittwoch 21. September 2022, 07:06 Bin um jeden froh der sich auf der Rennstrecke und nicht auf der öffentlichen Strasse austobt
Das sehe ich genauso.
sushi hat geschrieben: Mittwoch 21. September 2022, 07:06aber ich wüsste nicht was es dort zu lernen gäbe für eine sichere Fahrt auf der Strasse.
Einspruch, Euer Ehren. Bei den diversen Sicherheitstrainings, die ich in den letzten Jahren mitgemacht habe, lernte ich unter Anderem mit unerwarteten Situationen umzugehen. Also Ausweichen bei plötzlich auftauchendem Hindernis usw. Das muss man meiner Meinung nach ganz bewusst und gezielt Trainieren, um in der entsprechenden Situation auch adäquat reagieren zu Können. Natürlich sind das im Training immer gestellte Situationen, man ist vorbereitet und hat im Kopf, was man jetzt gleich machen muss, um den Unfall zu vermeiden. Bis das in Fleisch und Blut übergeht braucht es dann aber in erster Linie noch möglichst viele gefahrene Kilometer.

Auf der Rennstrecke lerne ich zusätzlich, wie sich mein Motorrad in Extremsituationen verhält, also zum Beispiel bei sehr starker Schräglage, und wenn ich dabei auch noch stark Bremsen muss. Sowas kann ich auf der Straße nicht ohne weiteres gefahrlos Trainieren, und auch bei den Sicherheitstrainings macht man das nur ein paar Mal. Wenn ich auf der Strecke diverse Male erlebt habe, wie tief mein Motorrad Schräglage verträgt, verliere ich eher die Angst davor und traue mich das in einer Notsituation auch anzuwenden, ohne vor Angst steif und wie gelähmt zu werden. Und die Situation taucht nicht unbedingt beim Rasen auf der Straße auf, sondern auch beim ruhigen und gesitteten Fahren. Oder wer hat noch nie den plötzlich links abbiegenden Gegenverkehr erlebt, den entgegenkommenden Kurvenschneider, den Opa, der die Vorfahrt nimmt?
sushi hat geschrieben: Mittwoch 21. September 2022, 07:06 Normale Sicherheitstrainings soll machen wer will, sicher Moppedfahren ist nicht so schwer das könnte eigentlich jeder
Na ja, ich denke schon, dass man einige Dinge verstehen und bewusst Trainieren muss. Ich habe immer wieder Teilnehmer erlebt, die sich vor dem Training fast entschuldigten, dass sie als alte Hasen sowas ja eigentlich gar nicht nötig hätten, aber das Training von Ihrer Frau / Oma / Kollegen geschenkt bekommen hätten und jetzt halt mal mitmachten. So gut wie jeder von denen gab am Ende zu überrascht zu sein, was er bisher alles falsch gemacht hatte und dass er doch einiges dazugelernt habe.
sushi hat geschrieben: Mittwoch 21. September 2022, 07:06 nur viele glauben sie seien auf der Rennstrecke wenn sie im öffentlichen Verkehr in den Bergen unterwegs sind.
Eben, speziell auch diese Sorte Kollegen sollte mal das eine oder andere Training mitmachen.

Aber gut, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er schon Alles weiß und kann, oder ob er vielleicht doch noch das Eine oder Andere dazulernen kann.

Servus, und bleib immer schön oben. ;)

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motolupo
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Re: Training hier, Training da...

#5 Ungelesener Beitrag von motolupo »

networker hat geschrieben: Mittwoch 21. September 2022, 06:52 Wie hat sich Dein jugendlicher Enthusiasmus denn auf Dein Portmonee ausgewirkt?? :kno:
Das weiß ich noch nicht. Mein Dealer hatte inzwischen Urlaub, die Maschine steht noch bei ihm. Schaumer mal… 🤷‍♂️🙄

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BITZER
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Re: Training hier, Training da...

#6 Ungelesener Beitrag von BITZER »

Sushi hat halt merkwürdige Ansichten. Ich lass ihn seinen Quatsch verbreiten und mir ist sein Gelaber egal :kno: .

Was soll ich mit jemandem Anfangen, der schreibt : ich bin froh, über jeden der sich auf der Rennstrecke austobt und dann sagt : was soll ich auf der Rennstrecke lernen ?. Tipp an Sushi: z. B. Blickführung, Moped einschätzen, saubere Linie, usw.. Hat Sushi aber bestimmt alles in Perfektion drauf, Glückwunsch.

Jeder Mensch hat logischerweise ein unveräußerliches Recht auf seine Meinung, heißt aber auch, das Mann/Frau darüber nachdenken sollte seine eigene Ansicht zu überprüfen um eventuell umzudenken und seine Ansicht zu verändern.

Wer dazu in der Lage ist und das beweist zeigt Charakter und Wahre Größe. Im Übrigen, Herr Suchi ich hab recherchiert , eine Vorstellung im Forum hab ich nicht gefunden , nicht schön und lässt tief blicken :Al:



@ Motolupo, Was deine Erfahrungen mit Trainings betrifft, bin ich völlig bei dir DD <daf> .

@ Sushi, antworte bitte nicht, es kann von deiner Seite nur Müll herauskommen :evil: .

OK, mir ist klar, das mein Beitrag bzgl. Sushi Provokant ist. Eigentlich gehört so was auch nicht in unser Forum, aber ab und an sollten wir auch Fakten ertragen können.

LG Ingo aka Bitzer

Gute Nacht, schlaft gut und habt angenehme Träume
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Re: Training hier, Training da...

#7 Ungelesener Beitrag von sushi »

motolupo hat geschrieben: Mittwoch 21. September 2022, 08:29 Einspruch, Euer Ehren.
Hallo

sushi als Anrede reicht. ;)

Spass beiseite, normales Sicherheitstraining habe ich auch mal gemacht, speziell ausweichen mit starkem Gegenlenken hatte mich als Fahranfänger beeindruckt.
Hatte bisher viele brenzlige Situationen im Strassenverkehr aber keine wo mir diese spezielle Übung geholfen hätte.

Mein Einwand bezieht sich auf "Rennstreckentrainings" für jederman.
motolupo hat geschrieben: Mittwoch 21. September 2022, 08:29 Auf der Rennstrecke lerne ich zusätzlich, wie sich mein Motorrad in Extremsituationen verhält, also zum Beispiel bei sehr starker Schräglage, und wenn ich dabei auch noch stark Bremsen muss. Sowas kann ich auf der Straße nicht ohne weiteres gefahrlos Trainieren, und auch bei den Sicherheitstrainings macht man das nur ein paar Mal. Wenn ich auf der Strecke diverse Male erlebt habe, wie tief mein Motorrad Schräglage verträgt, verliere ich eher die Angst davor und traue mich das in einer Notsituation auch anzuwenden, ohne vor Angst steif und wie gelähmt zu werden. Und die Situation taucht nicht unbedingt beim Rasen auf der Straße auf, sondern auch beim ruhigen und gesitteten Fahren. Oder wer hat noch nie den plötzlich links abbiegenden Gegenverkehr erlebt, den entgegenkommenden Kurvenschneider, den Opa, der die Vorfahrt nimmt?
Danke für deine Ausführungen.
Auf normaler Strasse hält der Reifen (im Notfall) bis auf die Rasten in Kurven in den Bergen und auch im Flachland wenn man sich an die Verkehrsregeln hält (öffentlicher Strassenverkehr vs. Rennstrecke).
Den Strassenbelag lernt man durch vorausschauende Fahrt lesen, immer an die Verkehrsregel denken, "unterhalb Sichtweite muss man anhalten können (ist kreuzen nicht möglich sogar unterhalb der halben Sichtweite)".
Moppedfahren ist nicht so schwierig wie im Internet oft dargestellt wird, einfach auf seiner Seite der Strasse bleiben und keinen gefährden.
Jede Fahrt, jede Kurve ist ein "Training", man kann also täglich trainieren, ob man es macht ist jedem selber überlassen.
Dank der vielen Kurvenschneider/Gegenfahrbahnbenutzer (leider auch viele Moppeds) kann man all die Gefahrensituationen leider heutzutage täglich üben.
Befürchte leider dass viele von denen schon ein "Rennstreckentraining" hatten und es gerade wieder durchleben. ;)

Dir weiterhin viel Spass auf der Rennstrecke :L
Ich verzichte, die Kosten und bei mir sicher auch Schmerzen brauch ich nicht (Beim Anblick von deinem Mopped).

gruss sushi
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Alain Delon
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Re: Training hier, Training da...

#8 Ungelesener Beitrag von Alain Delon »

Hallo Motolupo

Ich war als Soldat Motorfahrer und vor jedem Wiederholungskurs ( Mann muss jedes Jahr in der CH zum Militärdienst) machten wir ein Schleudertraining….Fahrbahn mit zwei unterschiedlichen Belägen, nass und trocken….habe es schon fertig gebracht mit einem Pinzgauer mit nur 30 Km/h bei eingeschlagenem Lenkrad und Vollbremsung, das Fahrzeug 4 mal um die eigene Achse zu drehen….Schritt für Schritt wurde uns beigebracht gegenzulenken.

Wir haben das immer und immer wieder geübt und das Jahr für Jahr….Jedes Mal vor dem Wiederholungskurs, hatten wir solch ein Training…ich hatte für mich insgeheim gedacht, netter Zeitvertrieb und machst halt nichts blöderes, doch dass ich sehr davon profitierte, wurde mir erst klar als ich mit meinem Geschäftslieferwagen auf glatter Fahrbarban in einer Kurve quer zur Strasse stand …..instinktiv hatte ich immer wieder gegengelenkt als das Heck ausbrach, bis ich das Fahrzeug stabilisieren konnte….Ohne dieses Jahrelange Training wäre ich auf der Gegenfahrbahn in die Leitplanke geknallt und vermutlich hätte es das Fahrzeug überschlagen…

Moped fahren ohne ABS auf der Strasse, das ist für mich ganz klar ein NoGo…. leider hat es auf meiner EXC kein ABS….macht aber im Gelände auch Sinn…..doch bei Schreckbremsungen hast du definitiv keine Chance und es haut mich in der Regel sofort hin wenn mir das Vorderrad im Gelände zur Seite neigt und blockiert.

Deshalb bremse ich im Gelände nur mit einem Finger und auf der Strasse habe ich maximal zwei Finger auf der Bremse, da kann ich keine sehr starke Bremskraft bei einer Schreckbremsung aufbauen und seither falle ich deutlich weniger hin bei einer Schreckbremsung. Im Gelände habe ich täglich mehrere Schreckbremsungen, denn je schwieriger der Untergrund umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass dir das Herz in die Hosen rutscht wenn da Passagen auf dich zukommen mit denen du nie gerechnet hast....

Aber auch diese Art zu bremsen habe ich immer und immer wieder geübt, muss auch dazu offen und ehrlich sagen, dass die EXC eine sehr fein dosierbare Bremse vorne hat....das mach das Ganze für mich Schwachmaten doch erheblich leichter…..
Ich finde so Kurse daher sehr sinnvoll….

Gruss

Alain Delon
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Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Antoine de Saint-Exupéry

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