Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

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mike_the_bike
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#217 Ungelesener Beitrag von mike_the_bike »

thund3rbird hat geschrieben: Freitag 13. Februar 2026, 15:41 Spekulativ und pessimistisch?

Es geht hier überhaupt nicht um bashing, sondern um Mathematik. Rechnen. 4. Klasse.
Ich muss mal anmerken, dass das ja wohl ne ziemliche Unverschämtheit ist! Vorher gehst Du mit 3 (subjektiven) Annahmen an das Thema Reichweite und dann so nen Spruch? Kollege geh mal in Dich!

Einmal die KI angeschmissen und dann lese ich was von 15 bis 30 % Minderleistung zu den WLTP-Angaben. 70% von 425km sind knapp 300km. Allerdings gab es Prozentrechnung in der vierten Klasse noch nicht.

Der ADAC-Rechner sagt (WLTP 425km) bei 0°C und 100km/h (also Autobahn) = 332km.

Und über 200km sind im Urlaubsmodus (Pausen an Fotostopps, Spaziergänge, Besichtigungen) mit einem Wohnmobil über Land schon eine ordentliche Tagesetappe.

PS
Ich fahre selbst, mangels Alternative, noch einen Diesel, siehe Avavtar. Aber deswegen sehe ich die Zukunft doch nicht verrußt!
- Gruß Michael

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thund3rbird
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#218 Ungelesener Beitrag von thund3rbird »

Die 425 stehen da blos nicht. Beim L3 Kasten 4,2to stehen 26,2 kWh/100 km. Lies nach.

Nehmen wir diese 26,2, nehmen deine 30% für Überland, haben aber noch keine Tonne Gewicht reingepackt, kommen wir auf 34. Einverstanden?
110kWh brutto lassen wir 105 kWh netto nutzbar sein. Mach dich mit der Materie vertraut.

105 geteilt durch 34 ergeben 308 km.
Wenn du annimmst, dass du von 10% bis 80% lädst, hast du 70%.
70% von 308 km ist? 215.

Das sind jetzt nicht meine Unverschämtheiten, sondern deine Annahme.

Wenn für dich 200 km eine Tagesetappe ist, mag das so für dich passen. Andere machen da, v.a. auf der An-abreise nicht mal ne Pipipause.
Viele Grüße aus dem Allgäu
Peter

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Dr. Doolittle
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#219 Ungelesener Beitrag von Dr. Doolittle »

thund3rbird hat geschrieben: Samstag 14. Februar 2026, 21:18Andere machen da, v.a. auf der An-abreise nicht mal ne Pipipause.
:lol: :L :L

frank.wagner
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#220 Ungelesener Beitrag von frank.wagner »

800 km und mehr Kilometer pro Tag im Kastenwagen und das im Urlaub oder als Rentner halte ich für völlig verrückt - das würde 10 Std. und mehr Fahrzeit bei den aktuellen Straßenverhältnissen bedeuten
Ein Elektro Kastenwagen würde bei mir aber auch erst in Frage kommen wenn ich 400-500 km in 5-6-7 Std. pro Tag (inkl. Pausen) mit zum Etappenziel entspannt fahren könnte

Mit der Diskussions-Erfahrung Verbrenner- vs. Elektro-PKW aus der Vergangenheit sollte man gar nicht erst versuchen einen Elektro-Gegner überzeugen zu wollen
Es macht einfach keinen Sinn. Wir werden ja sehen wohin sich die Zukunft bis 2030 auch im Wohnmobil-Bereich bewegt. Es bleibt spannend

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2wheeler
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#221 Ungelesener Beitrag von 2wheeler »

„Stell dir einmal vor, eine Tagesetappe mit dem Kastenwagen wäre 600 Kilometer lang. Man müsste alle 200 Kilometer laden, was theoretisch drei Ladestopps entspräche.

Die entsprechende Ladetechnologie existiert bereits: Von 10 % auf 80 % in weniger als 15 Minuten. Das würde bedeuten, dass man an einem Tag insgesamt 45 Minuten Pause zum Laden einplanen muss.

Für jemanden, der für ein Transportunternehmen fährt – wo Zeit bekanntlich Geld ist –, ist der Verbrenner hier immer noch im Vorteil.

Anmerkung : In der EU muss ein Gewerblicher Fahrer nach 4,5 Stunden Fahrt eine Pause von mindestens 45 Min. Minuten einlegen.

Aber für Urlaubsfahrten, zum Beispiel mit dem Motorrad im Laderaum, sind diese 45 Minuten nicht wirklich zeitrelevant.“
Bild 3,3 L /100 km

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mike_the_bike
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#222 Ungelesener Beitrag von mike_the_bike »

thund3rbird hat geschrieben: Samstag 14. Februar 2026, 21:18 Die 425 stehen da blos nicht. Beim L3 Kasten 4,2to stehen 26,2 kWh/100 km. Lies nach.

Stimmt, da steht unter den technischen Daten bis zu 424km, nicht 425km (von den 537km innerstädtisch nicht zu reden).

Nehmen wir diese 26,2, nehmen deine 30% für Überland, haben aber noch keine Tonne Gewicht reingepackt, kommen wir auf 34. Einverstanden?

Nein, denn die Angaben zu den Minderangaben zur Reichweite nach WLTP sind angegeben mit 15 bis 30%.

110kWh brutto lassen wir 105 kWh netto nutzbar sein. Mach dich mit der Materie vertraut. -> Die nächste Unverschämtheit! Warum muss das?

Wenn für dich 200 km eine Tagesetappe ist, mag das so für dich passen. Andere machen da, v.a. auf der An-abreise nicht mal ne Pipipause.

Ja, Du transportierst Dein Moped zum Zielort. Wahrscheinlich auch nicht mit 100km/h. Ich mache eine Wohnmobilreise - und so begann ich meinen Beitrag!

Und da es hier auch gar nicht mehr um die Zukunft der E-Mobiliesieung, auch im Transporterbereich, also auch im Wohnmobilsegment geht, sondern nur noch darum wer die Deutungshoheit hat, bin ich jetzt raus.
- Gruß Michael

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DirkS
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#223 Ungelesener Beitrag von DirkS »

frank.wagner hat geschrieben: Sonntag 15. Februar 2026, 07:00
Mit der Diskussions-Erfahrung Verbrenner- vs. Elektro-PKW aus der Vergangenheit sollte man gar nicht erst versuchen einen Elektro-Gegner überzeugen zu wollen
Es macht einfach keinen Sinn. Wir werden ja sehen wohin sich die Zukunft bis 2030 auch im Wohnmobil-Bereich bewegt. Es bleibt spannend
+1 ...und die ganze Rechnerei und Theorie wirkt manchmal skurril. Man kann den Betrieb eines BEV nicht 1:1 mit dem eines Diesel vergleichen.
Allein das Fahrerverhalten und die Rekuperation werden völlig unterschätzt. Aber selbst die Profis sind da manchmal nicht davor gefeit. Mein Lieferant aus Osterholz
hat die ersten Econic 300 e (27t zGG, 3-Achser, Abfallsammel-LKW, 335 KWh netto) auch mit dem Tieflader nach KA geliefert - auf Achse haben sie sich
nicht getraut. Mittlerweile kommen die Autos auf der Achse...

Zweites Beispiel, gleiches Auto: in der Simulation während der Projektphase kam DaimlerTrucks auf das Ergebnis, dass die Batterie für einen Arbeitstag
voraussichtlich reicht, wahrscheinlich aber einmal nachgeladen werden muss.
Realität: die Autos kommen nach einem Arbeitstag mit 65-70% Akkukapazität ins Depot. Könnten also im Extremfall 3 Tage arbeiten.
Heizen, Kühlen, Geräuschniveau - alles viel besser als der Diesel... Unsere Ladeleistung pro Ladepunkt haben wir mittlerweile auf 70kW
begrenzt, damit die Autos schonender und langsamer geladen werden und nicht schon in 1,5 bis 2 h wieder voll sind.
Zuletzt geändert von DirkS am Sonntag 15. Februar 2026, 21:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Dirk

#nos vemos en la carretera

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Dr. Doolittle
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#224 Ungelesener Beitrag von Dr. Doolittle »

frank.wagner hat geschrieben: Sonntag 15. Februar 2026, 07:00 800 km und mehr Kilometer pro Tag im Kastenwagen und das im Urlaub oder als Rentner halte ich für völlig verrückt - das würde 10 Std. und mehr Fahrzeit bei den aktuellen Straßenverhältnissen bedeuten
Ich fühle mich wegen meines Verhaltens nicht verrückt. Wie schon geschrieben ist das für mich kein großartiger Akt. Und MIR ist es nunmal wichtiger so eine Distanz, auf der ich sonst nix zu erledigen hab, möglichst schnell abzureißen. Für mich wäre es im Gegenteil verrückt, auf 800 km einmal oder vielleicht auch zwei Mal zu übernachten, wenn ich dort sonst nix vorhab.
Warum wird ständig versucht, das eigene Verhalten als richtig darzustellen und des anderen Verhalten als falsch/verrückt.
2wheeler hat geschrieben: Sonntag 15. Februar 2026, 10:22
Aber für Urlaubsfahrten, zum Beispiel mit dem Motorrad im Laderaum, sind diese 45 Minuten nicht wirklich zeitrelevant.“
Doch, für mich sind die 45 Minuten relevant. Denn, die können den Unterschied machen, ob ich mein Tagesziel noch zu einer angemessenen Zeit erreiche, oder eben nicht mehr. Natürlich kann man sagen, dass man dann halt 45 Minuten früher wegfahren könnte - ja eh, aber wenn ich dann eh schon um 4 Uhr aufstehe, muss ich nicht nochmal 45 Minuten früher aufstehen. Alles hat Grenzen.
DirkS hat geschrieben: Sonntag 15. Februar 2026, 12:37
...und die ganze Rechnerei und Theorie wirkt manchmal Skurril. Man kann den Betrieb eines BEV nicht 1:1 mit dem eines Diesel vergleichen.
Allein das Fahrerverhalten und die Rekuperation werden völlig unterschätzt.
Natürlich, ich bin da völlig anhnungslos. Aber mir fehlt die Phantasie mir vorzustellen wo bei einer rund 800-1000 km langen Strecke, die ich vornehmlich auf der Autobahn fahre, großartig rekuperiert werden soll - nämlich dann auch so, dass es sich in der Reichweite signifikant auswirkt.
mike_the_bike hat geschrieben: Sonntag 15. Februar 2026, 12:24 Ja, Du transportierst Dein Moped zum Zielort. Wahrscheinlich auch nicht mit 100km/h.
Ich hab da mal eine Trackaufzeichnung angehängt. Das war eine Fahrt vom CP Los Anjos in Portugal nach Albarracin in Spanien. Rund 700 km an einem Tag ... das musste in dem Fall so sein bzw. wollte ich so, weil ich mich in Albarracin mit Max&Liane getroffen hab, die am nächsten Tag dann wieder abgereist sind. Man sieht, am ANfang und am Ende also bevor ich zur Autobahn kam und dann wieder danach gibts Geschwindigkeitsschwankungen ... aber die Strecke auf der Autobahn aber sowas von 100 km/h - warum also sollte man das auf Dauer nicht schaffen?
Der SChnitt ohne Pausen lag bei 89 km/h, mit Pausen bei 82 km/h. Die reine Fahrzeit betrug 7:54 Stunden. Pausenzeiten 38 Minuten.
Nochmal, für mich ist das nicht anstrengend!
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