Auf den Spuren des Alpenbollerns ... Ende Mai 2026

Alles auf einen Blick, nicht nach Regionen sondern nach den Jahren. (nur mal so als Idee, mal schauen wie es ankommt.)
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Marock
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Auf den Spuren des Alpenbollerns ... Ende Mai 2026

#1 Ungelesener Beitrag von Marock »

MoT - Auf den Spuren des Alpenbollerns!
Ein Roadtrip mit Freunden über Italiens Klassiker.

Heute ist Kundendienst und TÜV bei Wagner Automobile in Donauwört und ich habe Zeit was zum Wochenende zu schreiben ....

Nichts Besonderes eigentlich, aber diese kleine Rundreise mit ca. 880 km in 3 Tagen war etwas Besonderes. Mit Freunden unterwegs zu sein und viele Wegpunkte mit massig Erinnerungen zu erleben ist schon was tolles. Danke meine lieben Freunde für diese schönen und erlebnisreichen Tage … es war uns eine Ehre. Wie schön ist unsere Welt ... ich bin glücklich solche Tage erleben zu können und sehr dankbar dafür

Tag 1 - Freitag, 29.05.2026 / Bad Aibling-Timmelsjoch-Jaufen-Ratschings / ca. 290 km

Am Freitag war die Guzzi schnell gepackt und für Rita und mich ging’s es los Richtung Bella Italia.
Wegen des besonderen Brenner-Wochenendes waren wir gespannt wie uns der Ausweichverkehr betreffen würde. Über Bad Tölz und Lenggries ging es bei bestem Wetter in die Jachenau zum Walchensee. Die Anfahrt über den Kesselberg habe ich mir aufgrund der bestehenden Baustelle auf der Nordseite des Walchensees erspart. Am Freitag-Vormittag war hier nichts, aber auch gar nicht los. Wir genießen die Stille direkt am See.

Weiter ging es auf der Südseite des Sees Richtung Wallgau, Krün und Mittenwald. Die Strecke über Leutasch ins Inntal war mit provisorischen Ausweich-Verbotsschildern (Brennersperre) versehen, so dass wir auf der Hauptstrecke über Seefeld geblieben sind. Das Kühtei war für uns wegen des Treffens mit den anderen zeitlich keine Option ebenso wenig die Landstraße bis zum Ötztal.

Selbst im Ötztal hielt sich der Verkehr in Grenzen, kein Vergleich zu dem sonst üblichen Verkehrsaufkommen entlang des Tales. Wir hatten genug Zeit für eine längere Pause vor dem Anstieg auf das Timmelsjoch. Die 3 Jungs sind vom Bernd aus dem Allgäu aufgebrochen und für die ging es über das Hahntennjoch, Imst Richtung Timmelsjoch.

Nordseitig ist das Timmelsjoch nicht übermäßig attraktiv und so ist das Joch auch recht schnell erreicht. Tolles Wetter und kaum ein Wind ließ die kurze Wartezeit auf unsere Gefährten recht schnell vergehen. Auch hier oben kaum Autos und recht wenige Motorräder. Wir scheinen terminlich und wettertechnisch alles richtig gemacht zu haben.

Nun sind sie da, der Bernd, der Marc und der Schippy parken Ihre Motorräder neben meiner toten Guzzi. Begrüßung und ein kurzer Ratsch bevor es die wunderschöne Südrampe Richtung St. Leonhard hinunter geht. Welch eine Freude … welch ein Genuss bei Kaiserwetter diese herrliche Bergstraße zu genießen.

Kurz vor St. Leonhard ging’s links weg auf eine kleine Verbindungsstraße, die oberhalb von St. Leonhard hinüber zur Jaufen-Passstraße führt. Schön schlängelt sich die einspurige Straße den Hang entlang. Ab dem kleinen Ort Stulles ist die Straße jedoch für den Durchgangsverkehr seit heuer gesperrt. Rita und ich haben das aber nicht mitbekommen und sind die Straße durchgefahren bis zur Einbiegung in die 5-te Kehre der Jaufenstraße. Die anderen 3 wurden durch einen Mähfahrzeug und einem Hinweis zur Rückkehr über Moos und St. Leonhard gezwungen. Für uns beide ein tolles Erlebnis inkl. eines Verfahrers im steilsten Hanggelände.

Über eine meiner Lieblingsstrecken ging es auf der Südrampe hinauf auf den Jaufenpass. Die Passhöhe erreicht wird der Blick frei auf die neu erbaute Edelweißhütte. Ein Großteil der Hütte wurde direkt an den Hang gebaut und nachträglich mit Großen Steinblöcken verkleidet, es macht den Eindruck, dass die Hütte in den Fels hinein gebaut wurde. Sehr modern und offen sind die großzügig neu erstellten Gästeplätze auf der Südseite angeordnet. Der alte Charme ist zwar nicht mehr da, mit gefällt der Neubau un d auch die Integration auf der Passhöhe. Nach einer kurzen Pause geht es auf der teils neu asphaltierten Nordseite hinunter ins Tal.

Wenn man mit einem der beiden Bernds unterwegs ist, wird immer mal eine überraschendes Verbindungssträßlein in die Route eingebaut. Über eine Singleroad ins Ratschingstal gings zu unserer ersten Unterkunft. Auf der Hotelterrasse gabs gleich das dringend erforderliche Stiefelbier. Ein gutes Abendessen und nettes Geplauder beschließen diesen schönen ersten Tag unserer Alpenrunde. Es ist schon erstaunlich wie sehr Mütter den Gesprächsstoff älterer Söhne mitbestimmen. Zu späterer Runde erleben der Herbert und ich noch die vielfältig veränderbare Sprache dreier Südtiroler und deren Anpassungsfähigkeiten an den Zustand der jeweils sprechenden Personen. Nun ist es aber genug, auch der Marock und der Schippy gehen mal ins Bett. Bueno Notte! Schlaf gut.
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Marock
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Re: Auf den Spuren des Alpenbollerns ... Ende Mai 2026

#2 Ungelesener Beitrag von Marock »

Tag 2 - Samstag, 30.05.2029 / Ratschings-Penserjoch-Mendelpass-Gavia-Stelvio / ca. 260 km

Bei herrlichem Wetterund einem guten Frühstück auf der Hotelterrasse ist es ein perfekter Start in diesen Tag. Der Schippy hat uns einige tolle Hindernisse mit zur nächsten Übernachtung in den Weg gestellt, jedoch ist auch eine andere Route als gewählt keine Option. Wir sind spätestens jetzt auf den Spuren des Alpenbollerns unterwegs.

Gleich nach dem Start geht es hinauf zum Penser Joch. Über Lieblingsstraßen schlängeln wir uns immer höher hinauf ohne nennenswertem Verkehr in klarer stiller Bergluft. Ist das Windrad zu sehen, ist der Passübergang schnell erreicht. Rita und ich fahren vor den anderen los in das Sarntal Richtung Bozen. Entgegenkommende Biker waren uns vor einer möglichen Polizeikontrolle, entsprechend gemütlich ging es weiter talabwärts.

Es gibt immer ein erstes Mal. Meine Guzzi mit uns beiden oben drauf wurde mit der Kelle heraus gewunken. Zuerst dachte ich die beiden Polizisten wollten die schönste Guzzi lediglich mal genauer ansehen … eine Geschwindigkeitsübertretung lag auch nicht vor … was dann? Es war eine allgemeine Personenkontrolle mit Ausweis, Führerschein und den Fahrzeugpapieren! Ewig haben die in ihren PC eingetippt … bin ich froh vor eine paar Wochen den offenen Strafbefehl aus Italien bezahlt zu haben … wer weiß was da passiert wäre. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir die Fahrt fortsetzen.

Bemerkenswert war die leere Tunnelstraße im unteren Sarntal vorbei an der Burg Runkelstein hinunter nach Bozen. Wir sind froh, dass es nur recht warm ist und nicht brüllend heiß wie so oft das eine oder andere mal in Bozen. 14 km lang eine Kurve nach der anderen … das kann nur die Mendelpaßstraße sein. Es ist immer eine tolle Erfahrung dieses Kurfeneldorado zu erfahren. Auch hier kein nennenswerter Verkehr und kaum Raser unterwegs. Mit Erreichen der Passhöhe geht es für uns weiter hinauf, der Penegal ist Ziel für eine erste Pause an diesem Tag. Über die uns wohl bekannte kleine Bergstraße ist des Hotel Penegal mit seinen tollen Ausblicken recht schnell erreicht. Der Blick auf den Kalterer See und auf Bozen ist phantastisch … wer dort noch nicht oben war sollte das unbedingt nachholen.

Weiter geht es über Fondo und Brez Richtung Val die Sole. Bernd, Marc und Herbert machen noch eine zusätzliche Kurvenschleife über das Brezer Joch, am Tonale sollten wir uns wieder treffen. Nicht so brütend heiß und mit weniger Verkehr macht sogar der Tonale Pass richtig Freude. Der Parkplatz neben dem großen Denkmal war noch nie so leer wie an diesem Tag. Die 30 Minuten Pause haben uns gut getan, ich bin mit netten Bikern ins Gespräch gekommen.

Hinunter Richtung Ponte Legno zweigt sie dann ab, die die SS 330 hinauf auf den für mich legendären Passo Gavia. Der Bernd mag diese Straße nicht so besonders und der Herbert ist froh, dass er nicht mit seiner Ducati die Südrampe hochfahren muss. Ich liebe diesen Gebirgspass mit all seinen Facetten, soviel Erinnerungen hängen daran. Zum ersten mal bin ich mit einer BMW R60/6 die Südrampe in den 80-er Jahren gefahren, die Südrampe war noch nicht asphaltiert und ich war weder mental noch vom Können her darauf vorbereitet. Ein unglaubliches Abenteuer für mich Seinerzeit. Mit der Dieselbande ging es 2015 hier hoch, die Straße war in derart schlechtem Zustand im oberen Bereich, von einer nicht staubfrei gemachten Straße konnte da nicht nicht mehr gesprochen werden.

Selbst mit perfektem Untergrund wie heute ist der Gavia fordernd und immer noch was besonderes, vor allem im Soziabetrieb. Der Gang muss passen in jeder der vielen schwer einsehbaren engen Kurven. Selten komm ich da komplett fehlerfrei durch … doch an diesem Tag war es für mich die perfekte Auffahrt über die Südrampe des Gavia. Kein ruckeln und immer die optimale Lage auf der einspurigen Paßstraße … ein tolles Gefühl … ich habe mich richtig gefreut und grinze über das ganze Gesicht,

Wenig Schnee und ein geringer Wasserstand des kleinen Sees zeugen von wenig Niederschlag in diesem Winter. Ich liebe das alpine Ambiente auf der Hochebebene zwischen den beiden alpinen Hütten, die Berglandschaft ist wunderschön dort oben.

Da uns unsere 3 Mitfahrer bis zur Passhöhe nicht überholten machten wir einen Halt an der Statue. Nicht unser hohes Tempo war der Grund dafür, sondern der Umstand, dass der Bernd den Tunnel umfahren wollte und die Jungs durch den liegenden Schnee ausgebremst wurden.

Wir rollen über die Nordrampe hinunter nach Santa Caterina nach Bormio. Auch Bormio hat eine Erinnerung für mich bereit. Jeder kennt die Tankstelle direkt im Zentrum am kleinen Kreisel. Als ich dort mit meiner Diesel den Tank füllen wollte kam der Tankwart und verweigerte mir den Diesel in der Überzeugung ich würde das Moped falsch betanken. Es war ein recht wilder Auflauf und sehr lustig damals …. bis dieser verstanden hat, dass es auch Dieselmotorräder gibt. Daran denke ich immer höchst amüsiert wenn ich dort vorbei komme.

Unser Tagesziel ist nun bald erreicht, ab Bormio geht es über die Westseite auf den Passo dello Stelvio. Diese Seite ist zwar nicht so spektakulär wie die 48 Kehren auf der Südtiroler Seite, aber mir persönlich gefällt es hier sehr. Die Aussichten sind toll und die auf der Strecke liegenden alten Gebäude haben eine Geschichte zu erzählen. Der Wasserfall ist immer beeindruckend im Frühsommer uns der Ausblick in die nachfolgende ansteigende Hochebene ist klasse.

Vorbei am allseits bekannten Gewusel auf der Passhöhe noch 2 kleine Kurven und da steht sie vor uns, die legendäre Tibethütte. Erbaut 1862 durch den Großvater der heutigen Eigentümerin. Das Stiefelbier verzögert sich noch ein wenig da die 3 Buben noch zur Mittelstation hochfahren wollen. Angenehme Temperaturen und ein schönes Abendlicht versüßen uns den Abend und wir verabschieden den Tag in die Nacht.
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Re: Auf den Spuren des Alpenbollerns ... Ende Mai 2026

#3 Ungelesener Beitrag von Marock »

Tag 3 - Sonntag, 31.05.2029 / Stelvio-Umbrail-Rechenpass-Gacher Blick / ca. 330 km

Ein Blick aus dem Fenster zum Sonnenaufgang gibt mir die Gewissheit hier oben schon spektakurärere Sonnenaufgänge gesehen zu haben und die Nacht wird noch ein wenig verlängert. Nach einem guten Frühstück trödeln wir heute nicht recht lange rum und machen uns zeitig auf den Heimweg. Ziel für heute ist es zwischen 2 Regenwolken es trocken nach Hause zu schaffen. Wir verabschieden uns von den Freunden und machen uns auf den Weg. Der Heimweg führt uns hinunter über den Umbrail Pass nach Santa Matia und Müster. Wieder in Südtirol geht es über die „Riesentorlaufstrecke“ hinauf zum Reschenpass mit zunehmenden Verkehrsaufkommen.

Wegen der Baustelle an der Galerie fahre ich von Nauders auf die Schweizer Seite nach Martina hinunter ins Inntal. Am Ende des Ötztals geht es hoch über den Kaunerberg zum „Gachen Blick“ und dann wieder gemütlich hinunter zum Eingang ins Pitztal. Das geliebte Kühtei bleibt am heutigen Tag leider unbesucht … der Regenradar ließ das leider nicht mehr zu.

Das Auto ist fertig, Kundendienst und TÜV sind gemacht … ich verabschiede mich vom Andreas Wagner und fahre von DON nach AIB zurück …. Damit endet auch mein kurzer Reisebericht.
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Re: Auf den Spuren des Alpenbollerns ... Ende Mai 2026

#4 Ungelesener Beitrag von Marock »

MoT - Auf den Spuren des Alpenbollerns!
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Bernd auf Abwegen:


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