Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

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thund3rbird
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#209 Beitrag von thund3rbird »

Ich konfiguriere mal. Da komme ich bei einem L3H2 (mit okay-Ausstattung auf einen Bruttolistenpreis von 67600 € für den nackigen Kasten. Ziehen wir mal sehr großzügig 25% Rabatt ab, kommt man auf 50700 €

Wiegen tut er lt. PL nackig 2865 Kilo. Mit Auusstattung mal um die 2900 kg. Da bleiben, wenn man unter 3,5 to bleiben will noch 600kg exkl. Fahrer übrig. Das kann also keine Basis für den Ausbau als Wohnmobil sein. Also der mit zGM von 4250 Kg. Da hat man dann 1350 Kilo zum Ausbauen, Mitfahrer rein und Kram, den man mitnehmen mag.
Allerdings mit all den (v.a. finanziellen) Nachteilen des >3,5 to. Streckenmaut, Fahrverbote bei >3,5 to, parken, Führerschein, TÜV. Vmax 100. Muss man wollen. Okay.

Bleiben noch der Aufpreis zum Diesel von ca. 30% - unter der Voraussetzung der gleichen Rabatte wie beim Diesel. Da kommt schon ne nette Summe raus, bis das ein Wohnmobil ist. Unter 100 t€ fährt man da nicht vom Hof.

Das ganze bei einer ca. Reichweite von 250 km bei 100% = sehr optimistisch gerechnet von 200 km von 10% auf 80%. Das ganze mit einer Stunde Ladezeit bis 80% lt. Fiat-Webseite. Alle 200 km.

Wenn man sich der Eigenschaften bewusst ist, ist das bestimmt ein tolles Fahrzeug. Wenn man es absolut uneilig hat. Von den Fahreigenschaften eines BEV musst du niemanden überzeugen. Habe demnächst selbst einen in der Garage stehen.

Solange BEV Transporter noch diese Eigenschaften haben und man es darf, fahre ich weiter mit meinem Pössl mit dem Iveco 3.0 und 120 L Tank, mit dem wir durchaus immer wieder erst einmal fern-schnell-gut in den Süden düsen. Und dann dort rumtrödeln.
Zuletzt geändert von thund3rbird am Freitag 13. Februar 2026, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße aus dem Allgäu
Peter

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DirkS
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#210 Beitrag von DirkS »

Andreas W. hat geschrieben: Freitag 13. Februar 2026, 08:20 ...Würde ich einen Van haben wollen, säße ich entsprechend lieber 12 Stunden in dem deutlich besser/bequemer fahrenden E-Ducato, als 10 Stunden im Ducato mit Dieselmotor.

@all: Wer einen E-Ducato haben will, sende mir gerne ne PN ;-)
Aufgepasst, das kann schneller passieren als Dir lieb ist... 8-)

Zum Aufwärmen kannst Du ja mal mit einem 7,2t Doka-Daily üben...auch wenn es in diesem Fall noch ein Diesel ist ;)

--> Los 5...

https://www.subreport-elvis.de/browseVe ... :E62616124
Grüße, Dirk

#nos vemos en la carretera

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Dr. Doolittle
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#211 Beitrag von Dr. Doolittle »

Andreas W. hat geschrieben: Freitag 13. Februar 2026, 08:20 Für mich überwiegen aber die Vorteile des E-Ducato - fährt besser, bremst besser, heizt besser, kühlt besser, klingt besser, Fahrwerk federt/dämpft besser (niedriger Schwerpunkt).

Ich würde das tatsächlich auch ein bisschen mit der Anhängerfahrerei vergleichen.
Anstatt Van oder Wohnmobil fahre lieber mit Motorradanhänger oder Wohnwagen.
Mit dem Van, oder Wohnmobil wäre ich schneller am Urlaubsort. Beides ist mir aber zu laut/zu unbequem.

Ich (gilt nur für mich) sitze lieber 12 Stunden in einem bequemen Auto, als 10 Stunden in einem unbequemen Van.
Würde ich einen Van haben wollen, säße ich entsprechend lieber 12 Stunden in dem deutlich besser/bequemer fahrenden E-Ducato, als 10 Stunden im Ducato mit Dieselmotor.

@all: Wer einen E-Ducato haben will, sende mir gerne ne PN ;-)
Ich weiß nicht - irgendwie klingt das jetzt nach Verkaufwerbetext. Was mich bei einem Autoverkäufer natürlich auch gar nicht überrascht. :Ni:

Die Sitze bei meinem Malibu-Ausbau auf Ducatobasis sind jetzt sicher andere wie der Ducato ab Werk drin hat - und daher wahrscheinlich bequemer wie die Werksausstattung. Sollte so ein Van ausgebaut werden, würden wahrscheinlich dem Malibu/Pössl/Schlagmichtot-ähnliche Sitze eingebaut werden. Von daher ist der von dir angesprochene Bequemlichkeitsaspekt für mich kein Argument.

Mein Ducato hat das Heavy-Fahrwerk - also ohnehin schon die größeren Räder und Bremsen. Für mich bremst das gut genug.
Was besser klingt ist wohl, wie beim Motorrad auch sehr subjektiv. ICh bin da kein Enthusiast. Das AUto klingt wie es klingt, und bei einem Ausbau scheppert ohnehin immer wieder mal was - entweder eine Tür oder das Besteck in der Bestecklade oder die Kochtöpfe an den Pfannen.

Warum ein E-Auto besser kühlen soll als ein Verbrenner kann ich nicht nachvollziehen - aber vielleicht kann man das erklären.

Beim Fahrwerk hab ich in luftunterstütze Federbälge investiert, was mMn das Verhalten vor allem an der Hinterachse deutlich verbessert hat. Und wenn man beim Luftdruck der Reifen von den überbordenden 5,5 bar die Fiat vorgibt abgeht und nur 3,5-4 bar reintut, dann ist die Eigendämpfung der Reifen auch viel besser - hin werden sie dadurch nicht. Vielleicht hat man ein wenig mehr Verschleiß. ABer hey, wir haben jetzt 55k km drauf auf den Reifen und die sind sicher nochmal für 15k km gut. Wenn ich nach 70k km neue Reifen brauche, dann tut mir das nicht weh.

Und dann kommen noch die Berechnung von @thunderbird dazu. Es bleibt für mich immer noch keine Alternative. Selbst wenn ich nicht mal 800-1000 km am Stück abreissen wollte.
Zuletzt geändert von Dr. Doolittle am Freitag 13. Februar 2026, 16:51, insgesamt 1-mal geändert.

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mike_the_bike
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#212 Beitrag von mike_the_bike »

Ich werf mal rein:
Wenn die WM-Hersteller vermehrt auf E-Ducatos setzen werden, was ich erwarte, dann zahlen die schon mal nicht den UVP, den wir zahlen wenn wir einen(!!!) leeren Kasten kaufen. Das ist schon heute so. Manche Kastenwagen (Beispiel Bürstner Papillion) werden ausgebaut günstiger angeboten als der leere Kasten. Also abwarten. Und wenn der Dieselpreis weiter steigt wegen der immer geringeren Nachfrage und dazu noch die 13 Cent Subvention wegfällt wird der Aspekt "Unterhalt" noch deutlicher zu Gunsten des E-Antriebs. Hatte wir schon über KFz-Steuer diskutiert?

Bleibt die Reichweite. Die von über 425km (wenn ich das richtig gelesen hatte) von Einigen schon spekulativ und pessimistisch auf 200km runtergebrochen wurde. Also ich käme damit auf einem Roadtrip durch Europa, abseits der Autobahnen, prima zurecht. Zum Beispiel plane ich gerade eine Overlanding-Tour durch die Pyrenäen. Warum muss ich auf der Autobahn bis zum Einstieg im Baskenland, oder Nahe Andorra, durch Frankreich brettern? Im Gegenteil!

Meine Meinung:
Die Zukunft gehört den E-Fahrzeugen. Die ersten Pickups als Hybride oder vollelektrisch gibt es auch schon... (da gehöre ich zur Zielgruppe)
- Gruß Michael

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thund3rbird
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#213 Beitrag von thund3rbird »

Spekulativ und pessimistisch?
In einem Schlagwort schreibt Fiat von "bis424 km"

Im Konfigurator stehen 26,7 kWh/100km lt. WLTP. Da ist Stadt mit Rekuperation mit drin.

Der Akku hat Brutto110kWh, netto nutzbar wohl gut 100kWh.

Bei 26,7 WLTP für die leere Kiste kommen überland mit 4to nicht unter 40, eher 45 kWh im Sommer zusammen.

Normal lädt man den Akku bis ca 80%, weil die restlichen 20% nochmal solange brauchen wie 10 bis 80%.
Das sind dann 70kWh nutzbar. Im Sommer! Den Rest kann sich jeder selbst ausrechnen.

Es geht hier überhaupt nicht um bashing, sondern um Mathematik. Rechnen. 4. Klasse.

Und dass ein BEV im Alltag bedeutend mehr verbraucht als der WLTP kann man in 100.000 YouTubes oder in zig EAutoforen sehen. Alles dokumentiert von Leuten, die BEVs richtig gern mögen.
Viele Grüße aus dem Allgäu
Peter

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Dr. Doolittle
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#214 Beitrag von Dr. Doolittle »

mike_the_bike hat geschrieben: Freitag 13. Februar 2026, 14:47 Zum Beispiel plane ich gerade eine Overlanding-Tour durch die Pyrenäen. Warum muss ich auf der Autobahn bis zum Einstieg im Baskenland, oder Nahe Andorra, durch Frankreich brettern? Im Gegenteil!
Ja, jeder wie er will. Du so, ich anders.
mike_the_bike hat geschrieben: Freitag 13. Februar 2026, 14:47 Ich werf mal rein:
Wenn die WM-Hersteller vermehrt auf E-Ducatos setzen werden, was ich erwarte, dann zahlen die schon mal nicht den UVP, den wir zahlen wenn wir einen(!!!) leeren Kasten kaufen. Das ist schon heute so. Manche Kastenwagen (Beispiel Bürstner Papillion) werden ausgebaut günstiger angeboten als der leere Kasten. Also abwarten. Und wenn der Dieselpreis weiter steigt wegen der immer geringeren Nachfrage und dazu noch die 13 Cent Subvention wegfällt wird der Aspekt "Unterhalt" noch deutlicher zu Gunsten des E-Antriebs. Hatte wir schon über KFz-Steuer diskutiert?
Wenns mehr Autos einer KAtegorie gibt, wo der Staat Einnahmen lukrieren kann, dann wird er die einholen und div. Vergünstigungen werden gestrichen.
In Österreich haben wir das eben erst erlebt, wo Vergünstigungen bei der Steuer und der NoVA gestrichen u./od. minimiert wurden.
Auch bei uns wird darüber diskutiert wie man mit der Steuerbegünstigung des Diesel umgeht ... aber aktuell ist die Lobby der Landwirtschaft und der Transportunternehmen noch mächtig genug dass die bleibt.
Und solange die EU zuallererst nicht die Verordnung zur Führerscheinänderung auf den Weg bringt, dass man auch mit dem "B"-FS Kfz mit einem hzGG von 4,25t fahren darf, und diese Verordnung dann zumindest flächendeckend in der EU durch die nationalen Parlamente umgesetzt und ratifizeirt wird, haben E-Vans für den Wohnmobilausbau mMn keinerlei Relevanz - weil sichs halt gewichtstechnisch einfach net ausgeht.
mike_the_bike hat geschrieben: Freitag 13. Februar 2026, 14:47 Bleibt die Reichweite. Die von über 425km (wenn ich das richtig gelesen hatte) von Einigen schon spekulativ und pessimistisch auf 200km runtergebrochen wurde. Also ich käme damit auf einem Roadtrip durch Europa, abseits der Autobahnen, prima zurecht.
Jeder wie er will, aber wie gesagt, meine Sache ist das nicht. Und dann kommt noch die Wartezeit an der E-Tankstelle dazu. Für mich gibt es keinen öderen Ort als eine Tankstelle oder Raststation. Da will ich nach Möglichkeit so schnell wie möglich weiter und dort nicht 30-60 Minuten verbringen.
mike_the_bike hat geschrieben: Freitag 13. Februar 2026, 14:47 Meine Meinung:
Die Zukunft gehört den E-Fahrzeugen. Die ersten Pickups als Hybride oder vollelektrisch gibt es auch schon... (da gehöre ich zur Zielgruppe)
Ja eh ... aber das dauert noch. Ich werde mir jedenfalls in den nächsten Wochen einen schönen großvolumigen Dieselverbrenner (mild Hybrid) kaufen und damit die nächsten 10 Jahre rumfahren und meinen Anhänger ziehen. In 10 Jahren schau ich mir das wieder an und werde dann urteilen, was ich mir als Nachfolger kaufe. Dann sind wahrscheinlich
a) die ANsprüche und
b) die Akku- u. Ladetechnik anders.

Da könnte es dann gut sein, dass ich mich zu einem Vollelektrischen Auto hinreißen lasse.

frank.wagner
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Re: Kastenwagen & Motorrad Transport - muss es 640 sein ?

#215 Beitrag von frank.wagner »

Das wichtigste ist das auch bei elektrischen Wohnmobilen Wettbewerb und Innovation in den nächsten Jahren entsteht

Als Beispiel auch durch die Chinesen - 2026 - Flynt Elektro-Transporter
https://www.auto-motor-und-sport.de/ele ... ansporter/
800-Volt-Architektur - 100 kWh große NCM-Batterie - 22 kW-Wechselstrom oder mit bis zu 220 kW am Schnelllader

aber auch Mercedes, Renault, Ford, VW, Nissan, KIA, ... und natürlich Fiat

PS: wie auch beim Elektroauto wird es auch beim Elektro-VAN & Elektro LKW etwas dauern, aber aufhalten wird sich dieser Wandel mit Sicherheit nicht

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