18.07.2022 Montag
Große Unternehmungen hatte ich nicht mehr vor. Mal nach Garessio fahren. Ein paar Kleinigkeiten einkaufen und mich an der Tankstelle informieren wann die in der Früh aufmachen damit ich vor der Heimreise nochmal volltanken kann.

weil es so günstig lag gab es in Ormea noch ein Eis und einen Cappu dazu.

Beim Eis essen hat man ja viel Zeit zum Schauen und Nachdenken. Z.B. warum haben die hier die Dachneigung angehoben. Oder würde ich mich in so einen Balkon rein setzen wenn ich den Unterbau kenne?
Irgendwann ist jedes Eis zu Ende und jeder Cappuccino getrunken und wollte jetzt nur noch zurück zum Cp.

Beim Zurückfahren sah ich am Ortsende von Ormea eine kleine Brücke die über den Tanaro führte. Jetzt wollte ich wissen wo die Straße wohl hinführt.

Die kleine Straße war gut angelegt auch mit Buchten zum Ausweichen bei Gegenverkehr. Aber nach ein paar Kilometer war bei einer Häusergruppe Schluß.
Beim Zurückfahren kam ich nochmal an einem Abzweig vorbei und bog ab. Nach ein oder zwei Kilometer war auch hier Schluß.

Hier hätte ich Umkehren sollen. Ab hier ging nur noch ein loser Weg in den Wald hinein. Hinter dem Haus beschäftigte sich gerade ein Mann in seinem Garten. Ich fragte ihn wo der Weg hin führt. Ohne was zu sagen ging er mit mir zum Nachbarhaus. Der Nachbar stand oben am Balkon und antwortete in akzentfreiem Deutsch: Da kannst du fahren. Da fahren ständig „Crosser“ in beiden Richtungen durch. Sind zwar zwei oder drei kleine Absätze dabei aber das geht schon.
Da dachte ich mir wenn die da ständig durchfahren haben sie die gröbsten Kanten schon rund gefahren. Also fuhr ich rein. Nach ca. 200 Meter hatte ich`s schon bereut. Ein Singletrail, keine Möglichkeit mehr zum Wenden.
Kurze Zeit später der erste kleine Absatz. Den packte ich noch, den nächsten erst beim zweiten Anlauf.
Dann wurde es mir warm. Also Helm und Rucksack runter und zwei oder drei Serpentinen weiter gefahren. Motorrad hingestellt, zurück gelaufen und Klamotten geholt. So ging das mehrmals.

Ich ärgerte mich über mich selber wie ich über so einen Schmarrn reinfallen kann. Wie will der wissen „daß das schon geht“. Die ganze Woche hat es geklappt, nichts riskiert.

Irgendwann stand ich auf einer Wiese aber von einer Straße die ich auf dem Navi sah war nichts zu sehen. Schließlich nahm ich das Navi aus der Halterung und ging zu Fuß damit los um die Straße zu suchen. Nach ca. 200 m hatte ich die dann auch gefunden.
Zuhause habe ich den Track ausgelesen. Die Passage war ca. 3 km lang für die ich ca. 1,5 Std. gebraucht habe.

Verformungen gab`s natürlich auch.

Am Passo Prale hielt ich nochmal kurz zum Verschnaufen an bevor ich zum Cp zurück fuhr.

An dem Tag, das Erste von mehreren

Szenenwechsel: Es war der vorletzte Abend. Es lag eine Einladung von der Nachbarschaft für den Abend vor.
Peppo, einer von den beiden Nachbarn, hatte seine Heimorgel in den Vorgarten gestellt und spielte auf Wunsch Oldies wie sie auch bei uns bei Ü50 Party`s gespielt werden. War ein schöner Abend.

Beide Paare, die einen kommen vom Lago Maggiore die anderen aus Turin, sind nur über die Sommermonate hier weil es ihnen Zuhause zu warm ist.
Den letzten Tag verbrachte ich nur noch damit alles zu verstauen und das Fzg. reisefertig zu machen.