Als wir naeher an den Askia kamen, aenderte sich die Landschaft, und es gab wieder Berge und Eisfelder zu sehen.
Es dauerte aber nicht lang, und wir fanden uns wieder zwischen Lavagestein und Sandfeldern. Ups ...
Schliesslich erstreckte sich eine weite Ebene vor uns, auf der wir auf die F910 stiessen, die von der Sprengisandur herueber fuehrt.
Eine Weile ging es entlang einer grossen, nassen Flaeche, welche wie ein Salzsee wirkte. Da Wind und Wasser schnell Reifenspuren verwischen koennen, zeigte eine lange Reihe Pricken den Weg.
Angesichts der beeindruckenden Landschaft waelzte sich die KTM vor Freude im Sand.
Der Weg suedlich um Askia herum war quasi eine Sandwueste, nur ohne Duenen. Man brauchte nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie man in einem Sandsturm die Richtung verlieren kann. Im Sand fuehlte sich die XChallenge ab ca. 70km/h richtig stabil an - und hier gab es keine Steine. Einige Tage spaeter trafen wir eine Gruppe Allradler, die diskutierten, dass sie beim naechsten Islandurlaub versuchen wollten, hier auf 150km/h zu kommen ...
Maddins Wohlfuehlgeschwindigkeit lag etwas niedriger, so dass ich Zeit zum photographieren fand.
Auf dieser Ebene trafen wir einen einsamen Radler, der mit dem Sand kaempfte. Er hatte nun angehalten, um auch die restliche Luft ganz aus den Reifen zu lassen. Trotzdem war er aber zuversichtlich, ohne Hilfe auszukommen.
Nur auf den letzten Kilometer vor dem Campingplatz wurde die Strecke wieder einfacher. Wir machten Mittagspause und entspannten uns in der Sonne.
Auf dem Parkplatz stand ein Rotel Bus. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte die Firma damit begonnen, Busse so umzubauen, dass in der hinteren Haelfte Schlafkabinen entstanden. Jede Kabine war nur wenig groesser als ein Sarg, und hatte ihr eigenes Tuerchen. Damals war dies die einzige Moeglichkeit, gefuehrte Reisen in Gegenden ohne Tourismus-Infrastrukture zu unternehmen. Warum sie immer noch existieren, ist mir aber schleierhaft - ich kann mir nicht vorstellen, in dem Ding zu schlafen. Von der anderen Seite konnte man 21 Kabinen im hinteren Bereich zaehlen.
Als die Rotel-Truppe begann, ihre Klapptische um uns herum aufzubauen, entschieden wir, dass es Zeit zum Aufbruch war. Weiter oestlich war die F910 immer noch feucht genug, um einfach fahrbar zu sein.
Wie beschrieben, gibt es hier eine etwas tiefere Furt. Es war immer wieder ueberraschend, hier nicht nur gemietete Vitaras und Pajeros, sondern auch Dacia Dusters zu treffen.

(Foto: Maddin)
Als Abschluss ging es auf der F905 nach Moedrudaltur zu einem nett gemachten Campingplatz, bei dem saemtliche Gebaeude Grasdaecher trugen. Auch ein gutes Restaurant war dabei. Inzwischen begann es zu Dunkeln, so dass wir uns trotz Muedigkeit beeilten, die Zelte aufzubauen, um noch Essen bestellen zu koennen.
Track fuer Tag 12. Viel Sand.

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